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Zusammenhang einer diätologischen Intervention bei älteren mangelernährten Menschen und der Auswirkung auf die Handkraft während eines Rehabilitationsaufenthaltes – Eine randomisierte Pilotstudie durchgeführt im Rehazentrum Kitzbühel

  • Petra Eberharter

Student thesis

Abstract

Hintergrund: Zahlreiche Studien zeigen eine hohe Prävalenz der Mangelernährung in Gesundheitseinrichtungen. Daten aus österreichischen Rehabilitationszentren fehlen. Der Berufsalltag im RKB zeigt eine erhöhte Anzahl an älteren Patienten mit schlechtem Ernährungszustand. Die Auswirkung einer ernährungsmedizinischen Intervention ist noch unklar. Zur Bestimmung des Gesundheitszustandes und zur Messung einer diätologischen Intervention werden verschiedene Methoden, wie die Handkraftmessung empfohlen. Methode: In die offene, prospektive, monozentrische, randomisierte Pilotstudie wurden 11 ältere mangelernährte Patienten während ihres dreiwöchigen Rehabilitationsaufenthaltes eingeschlossen. Die Randomisierung erfolgte in die Fallgruppe, welche eine diätologische Intervention inkl. angepasster Ernährungstherapie mit Trinknahrungen erhielt und in die Kontrollgruppe, welche frei aus den drei Kostformen wählen konnte. Ziel war es die Auswirkung einer dreiwöchigen, ernährungsmedizinischen Intervention auf die Handkraft mittels Dynamometer festzustellen. Der Verlauf der BIA-Messungen und Laborparameter wurden ebenfalls ausgewertet. Ergebnisse: Trotz diätologischer Intervention inkl. Trinknahrungen konnte keine signifikante Veränderung beobachtet werden (p = 0.262). Auch die Datenanalyse der BIA-Messung zeigte kein Ergebnis (FFM: p = 0.786; pA: 1.000). Beim Verlauf der Präalbuminwerte wurde jedoch ein signifikanter Zusammenhang ersichtlich (p = 0.048). Trotz positivem Vor-Screening auf ein Mangelernährungsrisiko wurden 47,5 % nicht zur Diätologie zugewiesen. Schlussfolgerungen: Obwohl die Handkraftmessung zu keinem signifikanten Ergebnis kam, ist sie zur unterstützenden Beurteilung des Ernährungszustandes sinnvoll. Die Bestimmung des Präalbumins zur Verlaufskontrolle einer diätologischen Intervention wäre als Messparameter vorzuziehen. Die ärztliche Nicht-Zuweisungsrate könnte durch hausinterne Schulungen zum Thema ‚Mangelernährung im Alter‘ und eine automatische Weiterleitung zur ernährungsmedizinischen Betreuung verringert werden. Eine größere Fallzahl zur Beantwortung der Forschungsfrage ist notwendig.
Date of Award2017
Original languageGerman (Austria)
Awarding Institution
  • Medical University Graz
SupervisorDaniela Gmeindl-Tscherner (Supervisor)

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