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Vitamin D status of hospital staff in Graz in late summer and late winter

  • Verena Lindemann

Student thesis: Diploma thesis

Abstract

EINFÜHRUNG: Neben der bekannten Rolle von Vitamin D in Kalziumstoffwechsel und Knochenentwicklung geben Studien Hinweise auf die Beteiligung an einer Vielzahl extraskelettaler Prozesse. Die Prävalenz von Vitamin D Defizit wird weltweit, besonders in den nördlichen Breitengraden, sehr hoch eingeschätzt. Es gibt Hinweise, dass die Berufsgruppen Ärzte und Pflegepersonal ein besonders hohes Risiko für ein Vitamin D Defizit haben. STUDIENZIEL: Primäres Ziel war es, zu untersuchen ob Ärzte und Pflegepersonal eine Risikogruppe für ein Vitamin D Defizit darstellen und so ein höheres Risiko für assoziierte Erkrankungen haben. Sekundär sollte überprüft werden, ob eine Korrelation zwischen Vitamin D Status und Geschlecht, Alter, BMI, Blutdruck, Ernährung und Routine-Blutparametern besteht. STUDIENDESIGN UND METHODEN: Die Studie wurde zu zwei Zeitpunkten, im September 2009 und im März 2010 durchgeführt. Die Probanden wurden einer der folgenden Gruppen zugeteilt: Ärzteschaft, Pflegschaft, Kontrollgruppe. Blutuntersuchungen wurden durchgeführt und Daten zu Alter, Körpergewicht, Urlaubsaufenthalt, Ernährung und UV-Exposition erhoben. Diese Daten wurden auf Unterschiede zur Kontrollgruppe untersucht und mögliche Korrelationen überprüft. Dann wurden die Daten der Studienzeitpunkte miteinander verglichen. ERGEBNISSE: 180 Probanden nahmen im März 2010 an die Studie teil. 23,3% der Probanden hatten einen suffizienten Vitamin D Status, 36,7% waren insuffizient und 40,0% defizient. Die Ärzte verbrachten im Winter 4,2 Stunden, die Pflegschaft 12,4 Stunden und die Kontrollgruppe 13,0 Stunden zwischen 9-15 Uhr im Freien, woraus sich ein signifikanter Unterschied zwischen Ärzteschaft und Kontrollgruppe ergab. Es konnte aber kein signifikanter Unterschied der Vitamin D Werte zwischen den Gruppen nachgewiesen werden (Ärzteschaft: 24,2 ng/ml; Pflegschaft: 24,6 ng/ml; Kontrollgruppe: 24,5 ng/ml). Auch konnte keine Korrelation zwischen UV-Exposition und Vitamin D Spiegel gezeigt werden. In der Ärzteschaft ließ sich bezüglich Nachtdienstbelastung ein signifikanter Unterschied der Vitamin D Spiegel zwischen 1. Quartil (28,9 ng/ml) und 4. Quartil (21,0 ng/ml) zeigen, bei der Pflegschaft war kein signifikanter Unterschied nachweisbar (Q1: 27,6 ng/ml; Q4: 24,8 ng/ml). Weiters ergab sich eine signifikante Korrelation (p=0,002) zwischen Vitamin D Serumwert und Auslandsaufenthalt. 138 Probanden nahmen zu beiden Zeitpunkten an der Studie teil. Im September zeigten 23% unzureichende Serumwerte (1,6% < 20 ng/ml), im März waren es 76,7% (40% < 20 ng/ml). Die Ärzteschaft fiel von 40,7 auf 24,1 ng/ml ab, die Pflegschaft von 39,4 auf 26,1 ng/ml und die Kontrollgruppe von 40,9 auf 25,4 ng/ml. Es zeigte sich, dass vorrangig jene Probanden mit niedrigem Serumspiegeln im Spätsommer auch im Spätwinter unzureichende Werte aufwiesen (p=0,000). Der mittlere Serumwert der Probanden, die Vitamin D einnahmen, war mit 31,4 ng/ml signifikant höher (p=0,000) als der mittlere Serumwert ohne Supplementation (22,6 ng/ml). Die alimentäre Kalziumzufuhr der Probanden war zu beiden Untersuchungszeiten geringer als die empfohlene tägliche Dosis. SCHLUSSFOLGERUNG: Es ließ sich zeigen, dass sich der Vitamin D Status in unseren Breitengraden über die Wintermonate deutlich verschlechtert und unabhängig vom Beruf etwa 25% der Personen im Frühjahr ausreichende Serumspiegel aufweisen. Der fehlende Zusammenhang zwischen UV-Exposition und Vitamin D Serumspiegel zeigt, dass in der Praxis nicht von einer ausreichenden Sonnenexposition auf einen suffizienten Vitamin D Status geschlossen werden darf. Die Kombination von insuffizientem Vitamin D Status und zu geringer Kalziumaufnahme erhöht das Osteoporoserisiko erheblich. Zusätzlich gilt Vitamin D als wesentlicher Faktor in der Prävention zahlreicher Erkrankungen. Die Notwendigkeit der Supplementation (vor allem im Winter) wird unterschätzt, obwohl diese unaufwändig, kostengünstig und effizient ist.
Date of Award2012
Original languageGerman (Austria)
Awarding Institution
  • Medical University Graz
SupervisorHarald Dobnig (Supervisor)

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