Bei regelmäßigen sportmedizinischen Leistungstests an jugendlichen Sportlern des „Nordischen Ausbildungszentrums Eisenerz“ ergaben sich klinische Hinweise, dass, bei zunehmender körperlicher Belastung, im EKG Änderungen in der Amplitude des ST-Segments auftreten. Es wurde nun im Rahmen einer Pilotstudie durch eine retrospektive Auswertung vorliegender Daten aus Spiroergometrien untersucht, ob systematische Zusammenhänge zwischen den ST-Segment-Amplituden-Änderungen und laktatorientierten bzw. respiratorisch-orientierten Kenngrößen des aerob-anaeroben Übergangs bestehen. Für die Auswertung lagen die Daten von 14 männlichen Sportlern vor, bei denen im Rahmen einer Fahrradergometrie nach dem üblichen kardiologischen Protokoll ein 12-Kanal-EKG, spiroergometrische Größen und die Laktatkonzentration erhoben wurden. Als metabolisch orientierte Kenngrößen des aerob-anaeroben Übergangs (ÄAÜ) wurden die Belastungswerte bei einer Laktatkonzentration von 2 mmol/l („aerobe Schwelle“ AS) bzw. 4 mmol/l („anaerobe Schwelle“ ANS) und als respiratorische Kenngrößen des ÄAÜ das Minimum des Atemäquivalents für O2 (min_EQO2 – VT1) bzw. das Minimum des Atemäquivalents für CO2 (EQCO2 – VT2) herangezogen. Für die Kenngröße, abgeleitet aus der Amplitude des ST-Segments (A-ST-Seg.), wurde eine quadratische Regression an den Verlauf der A-ST-Seg. angepasst und deren Minimum analytisch bestimmt. Alle Kennwerte wurden einander gegenübergestellt und ein WILCOXON-Test zur Hypothesenprüfung sowie eine Regressions- und eine Bland-Altman-Analyse zum Zwecke des Methodenvergleichs durchgeführt. Der WILCOXON-Test erbrachte eine Annahme der Null-Hypothese für den Vergleich der Kenngröße der A-ST-Seg. mit allen anderen Kenngrößen mit Ausnahme von AS und ANS auf dem p< 0,05 Niveau. Der Rang-Korrelationskoeffizient für die A-ST-Seg.-Kenngröße und allen untersuchten Kenngrößen lag zwischen ca. 0,4 und 0,6, statistisch sicherbar mit p
| Date of Award | 2014 |
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| Original language | German (Austria) |
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| Supervisor | Reinhold Kerbl (Supervisor) |
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Sportmedizinische Diagnostik bei jugendlichen Leistungssportlern. Feststellung der individuellen Leistungsgrenze mittels Spiroergometrie unter besonderer Berücksichtigung von EKG-Endstreckenveränderungen.
Kronberger, B. (Author). 2014
Student thesis: Diploma thesis