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Puumalavirusinfektionen im Raum Graz 2019: Ansteckungsorte und klinische Charakteristika

  • Niklas Alfons Burkhart

Student thesis: Diploma thesis

Abstract

Einleitung: Im Jahr 2019 wurde in Österreich ein überdurchschnittlicher Anstieg der Puumalavirusinfektionen festgestellt. Dabei wurden von den 276 in Österreich gemeldeten Fällen 238 in der Steiermark registriert und 57 davon an der Universitätsklinik für Innere Medizin der Medizinischen Universität Graz diagnostiziert. In der vorliegenden Arbeit wurden diese Fälle des Jahres 2019 analysiert und mit denen des Jahres 2012, in dem ebenfalls überdurchschnittlich viele Infektionen erfasst wurden, verglichen. Dabei wurden insbesondere die Symptome, klinischen Zeichen, Laborwerte sowie Outcome-Daten betrachtet, um etwaige Veränderungen in Bezug auf diese Aspekte herauszuarbeiten. Des Weiteren wurden zur Ableitung möglicher Präventionsmaßnahmen die Infektionswege analysiert. Methodik: Alle Patienten/innen mit Puumalavirusinfektion, diagnostiziert an der Universitätsklinik für Innere Medizin der Medizinischen Universität Graz im Jahre 2019, wurden in das Patientenkollektiv eingeschlossen. Zur Diagnostik erfolgte ein Puumala IgM Schnelltest im mikrobiologischen Labor der Universitätsklinik für Innere Medizin der Medizinischen Universität Graz sowie ein Abgleich mit einem PCR-Virusnukleinsäure-Nachweis am Zentrum für Virologie der Medizinischen Universität Wien. Alle Daten wurden aus dem elektronischen Krankenhausinformationssystem des LKH Universitätsklinikums Graz erhoben. Ergebnisse: Im Jahr 2019 wurden bei 57 Patienten/innen und im Jahr 2012 bei 42 Patienten/innen eine Puumalavirusinfektion diagnostiziert. Das am häufigsten angegebene Symptom (Jahr 2012 vs Jahr 2019) war Fieber (90,5 % vs 84,2 %, p=0,549). Weiterführend wurden im Jahr 2019 signifikant mehr Kopfschmerzen (54,8 % vs 78,9 %, p=0,010), pulmologische Symptome (14,3 % vs 33,3 %, p=0,031), Arthromyalgien (7,1 % vs 33,3 %, p=0,003) und Flankenschmerzen (14,3 % vs 33,3 %, p=0,031) angegeben. Es gab keine signifikanten Unterschiede in Bezug auf die Häufigkeit abnormer Laborwerte. Circa 87 % wurden mit einer Thrombozytopenie vorstellig, 40 % hatten eine Leukozytose und 70 % einen erhöhten Kreatinin-Wert. Auffällig war hierbei, dass im zeitlichen Verlauf der Maximalwert des Kreatinins 2,35 Tagen später erreicht wurde als der Minimalwert der Thrombozyten-Zahl (p
Date of Award2021
Original languageGerman (Austria)
Awarding Institution
  • Medical University Graz
SupervisorInes Zollner-Schwetz (Supervisor)

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