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Maternales und neonatales Outcome bei Frauen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) - eine retrospektive Analyse

  • Marc Kleinschuster

Student thesis: Diploma thesis

Abstract

Einleitung Morbus Crohn und Colitis ulcerosa werden zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) gezählt. Dabei kommt es häufig bei Frauen im gebärfähigen Alter zur Erstmanifestation und Erstdiagnose. Viele Frauen starten ihre Familienplanung erst nach der Diagnosestellung. Ein Krankheitsschub kann nicht vorausgesagt werden und demnach auch Frauen in der Gravidität betreffen. Um das Risiko eines Schubes zu senken, sollte vor der geplanten Schwangerschaft eine Remission erzielt werden. Frauen mit CED gehen mit einem erhöhten Risiko an Schwangerschaftskomplikationen einher, welches durch einen Krankheitsschub während der Schwangerschaft nochmals erhöht ist. Demnach kann es zu einer erhöhten Frühgeburtenrate, einem niedrigen Geburtsgewicht, einer fetalen Wachstumsrestriktion (FGR) und einer erhöhten Kaiserschnittrate kommen. Das Ziel dieser retrospektiven Studie ist es näher auf das Outcome von Frauen mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung einzugehen und durch das Analysieren von erhobenen Daten die etwaigen Komplikationen zu erläutern. Methodik Insgesamt wurden die Daten von 44 gebärfähigen Frauen im Alter von 15 45 mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung, welche in den Jahren von 2005 2021 in der Universitätsklinik Graz für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Klinische Abteilung für Geburtshilfe in Betreuung waren, erhoben. Zur Erhebung der Daten wurden die klinikinternen Programme „Medocs“ und PIA Viewpoint“ verwendet. Die vorliegenden Daten wurden sodann in eine Liste von Microsoft Excel übertragen und anschließend einer deskriptiven und induktiven statistischen Analyse unterzogen. Die pseudonymisierten Daten wurden anhand von Tabellen und graphischen Diagrammen dargestellt und beschrieben. Ergebnisse In die retrospektive Studie wurden nach den Einschlusskriterien die Daten von 38 Frauen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen analysiert. Von diesen Patientinnen hatten 50 % die Diagnose Morbus Crohn und 50 % die Diagnose Colitis ulcerosa. Insgesamt kam es zu 67 Geburten, wobei es bei vier Patientinnen zu Aborten und bei sechs Patientinnen zu Schwangerschaftsabbrüchen kam. Die Kaiserschnittrate bei diesen Frauen lag bei 50,8 % und 26,9 % entwickelten während der Schwangerschaft einen Krankheitsschub. Der höchste gemessene Calprotectinwert lag bei 1919 µg/g und war bei einem Normwert von
Date of Award2023
Original languageGerman (Austria)
Awarding Institution
  • Medical University Graz
SupervisorKaroline Ilse Mayer-Pickel (Supervisor) & Mila Cervar-Zivkovic (Co-supervisor)

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