Einleitung Klinische Befunde legen nahe, dass hohe systemische Gallensäurespiegel - wie sie zum Beispiel bei der Intrahepatischen Schwangerschaftscholestase vorkommen - zu Arrhythmien führen können. Die arrhythmogenen Effekte der Gallensäuren konnten bereits in in-vitro Studien an neonatalen Rattenkardiomyozyten nachgewiesen werden. Die Auswirkungen von erhöhten Gallensäure-Konzentrationen auf das menschliche Herz und die zugrunde liegenden zellulären Mechanismen sind allerdings noch weitgehend ungeklärt. Methoden Isolierte humane atriale Herzmuskeltrabekel; modifizierte bikarbonathaltige Tyrode Lösung, 11.2 mM Glukose, 2.5 mM Ca2+¬, 37°C, pH 7.4; Elektrische Stimulation mit 1 Hz und 0.5 Hz. Es wurde das Auftreten von Arrhythmien (AEC) nach Verabreichung von den beim Menschen dominierenden primären Gallensäuren (Taurin- und Glycin- konjugierte Cholsäure und Chenodeoxycholsäure) in steigenden Konzentrationen (10µM-1mM, n=60) analysiert. Des Weiteren Bestimmung der absoluten Refraktärzeiten durch Ankoppelungsversuche mit stetig abnehmendem Stimulationsintervall nach Inkubation mit Taurocholsäure, (n=16) um auf die Veränderungen der Aktionspotentialdauer schließen zu können. Außerdem wurde der L-Typ Ca2+-Kanal mit Diltiazem gehemmt und mit BayK8644 aktiviert (1µM, n=8 bzw. 1µM, n=10). Schlussendlich wurde noch der Na+/Ca2+ exchanger (NCX) im reverse mode durch KB-R7943 gehemmt (5µM, n=11). Ergebnisse Es konnten keine Arrhythmien bei Konzentrationen ≤ 30µM und 1 Hz Stimulation beobachtet werden. Steigende Gallensäure Konzentrationen führten zu Arrhythmien, insbesondere bei 0.5 Hz Stimulation (11±2.85 AECs/min vs. keine AECs bei der Kontrolle, p
Funktionelle und arrhythmogene Effekte von Gallensäuren am humanen Vorhofmyokard
Primessnig, U. (Author). 2011
Student thesis: Diploma thesis