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Frykman-Frakturen bei Kindern und Jugendlichen: Die Auswirkung einer assoziierten Verletzung des Processus Styloideus Ulnae zur distalen Radiusfraktur auf das Outcome

Student thesis: Diploma thesis

Abstract

Einleitung: Eine assoziierte Styloidfraktur ist eine häufige Begleitverletzung distaler Radiusfrakturen bei Erwachsenen und bereitet, bei diesen häufig Probleme. Auch für Kinder wird eine hohe Pseudarthroserate (80%) angegeben. Das Ziel dieser Studie ist es daher, möglichst viele Informationen über Frykman-Frakturen im Kindesalter zu erhalten. Weiters wurde der Langzeitverlauf dieser Verletzung mind. 2 Jahre post trauma ermittelt. Material und Methode: Bei der Auswertung der Röntgenbilder aller Patienten, welche 2006 und 2007 wegen einer distalen Radiusfraktur an der Kinderchirurgie vorstellig wurden (n=471), wurden 51 Patienten mit Frykman-Frakturen erhoben. Diese Patienten wurden zu einer klinischen Untersuchung mit Röntgenkontrolle nach durchschnittlich 31 Monaten eingeladen und mittels Fragebogen zum aktuellen Zustand (DASH-Score), sowie Komplikationen und Einschränkungen befragt. Ergebnis: Bei 10,8% (n=51) aller Patienten, wurde Frykman-Fraktur festgestellt. Das durchschnittliche Verletzungsalter betrug 13 Jahre. Als häufigste Verletzungsursachen wurden Stürze und Sportverletzungen ermittelt. Die Verteilung zwischen rechter und linker Hand war ausgeglichen. 17,5 % aller Patienten waren weiblich. Oft trat ein Styloidabriss in Kombination mit einer dislozierten kompletten distalen Radiusfraktur (35%) oder einer Salter Harris II-Fraktur (30%) auf. Es handelte es sich in 70,5% um einen Styloidspitzenabriss, beim Rest um Basisabrisse. Die Frykman-Fraktur wurde in 90,2% (46/51) primär mit Gipsruhigstellung konservativ behandelt. 7,8% der Frakturen wurden mit Plattenosteosynthesen versorgt, 1,9% mit Spickdrahtfixierung. Bei allen Patienten fand man eine Konsolidierung der Radiusfraktur nach Primärtherapie, jedoch nur bei 9,8% (5/51) der Styloidfrakturen. Bei der Nachuntersuchung (19 Pat.) wurde ein subjektiv gutes Outcome festgestellt. Klinisch war häufig (73,5%) eine erhöhte federnde distale Ulna zu finden. Nur sehr selten (15,7%) konnten Bewegungseinschränkungen ermittelt werden. Die Kontrollröntgen zeigten bei 79% (n=15) eine Verknöcherung des Styloids in korrekter anatomischer Stellung nach durchschnittlich 31 Monaten post Trauma. Bei zwei Patienten (10,5%) wurde eine Pseudarthrose einer Styloidbasisfraktur gefunden, bei einem eine der Spitze. Ergebnis: Im Wachstumsalter ist die Frykman-Fraktur eher selten (10,8%) und bereitet im Langzeitverlauf kaum Probleme. Daher halten wir einen erhöhten Versorgungsaufwand für nicht gerechtfertigt. Ausnahmen stellen offenen Frakturen und dislozierte, rotierte Styloidfragmenten ohne Kontakt zur Ulna dar.
Date of Award2011
Original languageGerman (Austria)
Awarding Institution
  • Medical University Graz
SupervisorAnnelie-Martina Weinberg (Supervisor)

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