Einleitung: Menschen mit geistiger Behinderung haben ein erhöhtes Risiko für Stress. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Unter anderem sind die Stressbewältigungsmechanismen (Copingstrategien) meist verringert ausgebildet. Ärztliche Eingriffe stellen für diese Menschen mit kognitiver Einschränkung außergewöhnliche Ereignisse dar und führen oft zu massiver Stressbelastung. Es wird untersucht, ob Akupressur am Yintang-Punkt zur emotionalen Entspannung von Menschen mit geistiger Behinderung beitragen kann. Methodik: An 16 freiwilligen Probanden mit geistiger Behinderung wird eine Stimulation mittels Akupressur am Yintang-Punkt über den Zeitraum von zehn Minuten durchgeführt. Über den gesamten Untersuchungszeitraum werden der hirnelektrische Bispektralindex (BIS-Index), die Sauerstoffsättigung sowie hämodynamische Messgrößen monitiert. Mit Hilfe des BIS-Index wird versucht, den Akupressureffekt zu objektivieren. Die Messergebnisse werden mit jenen vor und nach der Stimulationsmaßnahme verglichen (Statistik: Paneldatenregressionsanalyse mit fixen Effekten). Ergebnis: Der BIS-Index weist am Ende der Akupressurphase die ausgeprägteste Reduktion auf; die Differenz beträgt im Vergleich zur Kontrollphase vor Akupressur im Mittel 15,81 12,38 (arithmetischer Mittelwert Standardabweichung) (p
Effekte von Akupressurverfahren auf elektrophysiologische Messgrößen des Gehirns zur Unterstützung von emotionalen Belastungssituationen bei Menschen mit geistiger Behinderung
Radhuber, P. W. (Author). 2011
Student thesis: Diploma thesis