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Die Epidemiologie des malignen Melanoms in der Steiermark 2013-2015 - Eine retrospektive Studie

  • Alia Amira Ghazzawi

Student thesis: Diploma thesis

Abstract

EINLEITUNG: Die weltweite Inzidenz des malignen Melanoms steigt und es werden epidemiologische Unterschiede zwischen Ländern und Regionen beschrieben. In den meisten epidemiologischen Studien wurden Daten von offiziellen Krebsregistern wie “Statistik Austria” für Österreich verwendet, deren Daten nur die gemeldeten Fälle beinhalten. In Österreich besteht allerdings nur für Krankenhäuser eine Meldepflicht. Somit werden Melanome, die im niedergelassenen Bereich versorgt werden, nicht erfasst. Dadurch kommen viel zu geringe offizielle Zahlen zustande. Außerdem beinhalten die Daten von offiziellen Krebsregistern meist keine Informationen über Prognosefaktoren wie Tumordicke, Ulzeration oder Mitoserate. OBJEKTE: Da das offizielle Krebsregister „Statistik Austria“ meist nur Daten von Krankenhäusern erhält, haben wir eine retrospektive Datenanalyse histopathologischer Befunde aus der Steiermark aus den Jahren 2013-2015 durchgeführt. Die erhobenen Daten enthalten sowohl Fälle von invasiven Melanomen, als auch Melanoma in-situ und Melanommetastasen bei unbekanntem Primum. MATERIALIEN UND METHODEN: Die histopathologischen Befunde aus den Jahren 2013-2015 wurden von der Dermatohistopathologie der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie der Medizinischen Universität Graz, dem Institut für Pathologie der Medizinischen Universität Graz, dem Institut für morphologische Analytik und Humangenetik (IMAH), dem Institut für Pathologie des LKH West und dem Institut für Pathologie des LKH Hochsteiermark anonymisiert angefordert und in einer retrospektiven Datenanalyse verarbeitet. Daten die nicht den Altersansprüchen (18-99 Jahre) entsprachen, unvollständige Daten, Nachexzisionen, PatientInnen, die nicht aus der Steiermark kamen und nicht-kutane Melanome wurden exkludiert. ERGEBNISSE: 2143 invasive Melanome von 1972 PatientInnen (1047 Männer, 925 Frauen) wurden verzeichnet. Der Altersdurchschnitt für beide Geschlechter lag bei 61,49 Jahren (SD ±15.96). 23,7% der Melanome befanden sich am Oberarm/Schulter, 16,8% am Rücken, 9,1% am Unterschenkel, 8,6% im Gesicht, 8,2% auf der Brust, 7,7% am Oberschenkel, 6,9% am Bauch, 3,7% am Unterarm, 3,6% am Kopf, 2,9% am Fuß, 2,8% am Hals/Nacken, 2,4% an Gesäß/Hüfte, 2,3% am Ohr und 1,2% am restlichen Körper. Bei den Frauen waren die meisten Melanome am Ober- und Unterschenkel (26,9%) und am Oberarm/Schulter (21,3%) und bei den Männern auch am Oberarm (25,8%) und Rücken (21,9%). 2,7% waren primär metastasierte Melanome und 2,0% entwickelten innerhalb der drei Jahre im weiteren Verlauf Metastasen. 81,0% der Melanome hatten eine Tumordicke ≤1,0 mm (pT1), 9,0% zwischen 1,01 und 2,0 mm (pT2), 4,7% zwischen 2,01 und 4,0 mm (pT3) und 5,3% >4,0 mm (pT4). 93,2% von 1712 Melanomen im pT1 Stadium hatten eine Mitoserate von
Date of Award2019
Original languageGerman (Austria)
Awarding Institution
  • Medical University Graz
SupervisorErika Richtig (Supervisor) & Georg Richtig (Co-supervisor)

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