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Biaxial biomechanical testing of the ligamentum latum uteri compared to the peritoneum

  • Till Elsner

Student thesis: Diploma thesis

Abstract

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der experimentellen biomechanischen Untersuchung des Ligamentum (Lig.) latum uteri und des Peritoneums. Ziel der Arbeit ist der direkte Vergleich beider Gewebe innerhalb einer Altersgruppe (> 45 Jahren), um mögliche gewebsspezifische Unterschiede zu identifizieren. Darüber hinaus wurden mögliche altersabhängige Unterschiede innerhalb des Lig. latum uteri untersucht. Hierfür wurden Proben von Frauen ≤ 45 Jahren mit denen von Frauen > 45 Jahren verglichen. Der biomechanische Versuch erfolgte an nicht konserviertem humanem Gewebe mittels eines biaxialen Zugversuchs in medio-lateraler (M-L) und cranio caudaler (C-C) Richtung unter physiologischen Umgebungsbedingungen. Analysiert wurde das Tangentialmodul im Niedrig- und Hochdehnungsbereich, sowie die Maximalspannung bei einer definierten biaxialen Globaldehnung von 10 % und 20 %. Da im Zentrum der Probe ein möglichst homogenes Spannungsfeld angenommen werden kann, wurde die lokale Dehnung in diesem Bereich mittels eines optischen Verfahrens bestimmt. Hierfür wurden pro Belastungsrichtung jeweils zwei Messpunkte im Abstand von 4 mm durch ein Kamerasystem kontinuierlich verfolgt. Aufgrund der nicht durchgängigen Normalverteilung der Daten in allen Gruppen und Belastungsrichtungen erfolgte die statistische Auswertung mittels nicht parametrischer Testverfahren. Dabei zeigten sich weder im Vergleich zwischen dem Lig. latum uteri und dem Peritoneum noch im Vergleich der unterschiedlichen Altersgruppen des Lig. latum uteri signifikante Unterschiede. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass es zwischen dem Peritoneum und dem Lig. latum uteri eine biomechanische Ähnlichkeit gibt. Das Ergebnis ist somit konsistent mit der Literatur, die das Lig. latum uteri als Peritoneumsduplikatur beschreibt. Zudem zeigen die Ergebnisse keine signifikanten altersabhängigen Veränderungen innerhalb des Lig. latum uteri. Hieraus lässt sich die Hypothese ableiten, dass das Lig. latum uteri vermutlich keine primär lasttragende Struktur darstellt, sondern eher eine stabilisierende Funktion im uterinen Halteapparat einnimmt. Eine besondere Stärke dieses Versuchs liegt im biaxialen Versuchsaufbau sowie in der Simulation physiologischer Umgebungsbedingungen.
Date of Award2026
Original languageGerman (Austria)
Awarding Institution
  • Medical University Graz
SupervisorNiels Hammer (Supervisor) & Annika vom Scheidt (Co-supervisor)

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