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Schmerztherapie im Sport

  • Julian Stadler

Studienabschlussarbeit: Diplomarbeit

Abstract

Hintergrund Die Einnahme von Analgetika ist im Sport seit vielen Jahren gängige Praxis. Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) stellen hierbei die am häufigsten verwendete Medikamentengruppe dar und werden sowohl zur Behandlung akuter Verletzungen als auch zur Schmerzprophylaxe während intensiver Wettkampf- und Trainingsphasen eingesetzt. Besonders der langfristige und prophylaktische Gebrauch im Sport sollte jedoch kritisch hinterfragt werden. Methode Mittels eines narrativen Literaturreviews untersucht diese Diplomarbeit die Rolle von NSAR im sportlichen Kontext. Anhand von aktuellen Studien und Übersichtsarbeiten aus Online-Datenbanken (z. B. PubMed) sowie relevanter Fachliteratur werden u. a. wichtige Eigenschaften von NSAR, pharmakologische Ansätze zur Schmerztherapie im Sport sowie die Gefahren einer unreflektierten Nutzung von NSAR im Sport präsentiert. Ergebnisse Zwar stellen NSAR in der frühen Phase einer akuten Sportverletzung eine wirksame Option zur kurzfristigen Linderung von Beschwerden dar, ihr langfristiger oder prophylaktischer Einsatz birgt jedoch gewisse Risiken. Neben gastrointestinalen und renalen Auswirkungen mit potenziell lebensbedrohlichen Elektrolytverschiebungen werden in der Literatur u. a. auch eine beeinträchtigte Gewebsheilung sowie negative Auswirkungen auf trainingsbedingte muskuloskelettale Adaptationsvorgänge diskutiert. Diskussion Während die allgemeinen Nebenwirkungen von NSAR gut erforscht sind, gibt es noch wenig Wissen über ihre Auswirkungen auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Athlet*innen im Speziellen. Zukünftige Forschung sollte sich verstärkt mit deren Einsatz im sportlichen Kontext befassen, um die Auswirkungen besser zu verstehen und konkretere Empfehlungen geben zu können. Eine bewusste und gezielte Anwendung unter ärztlicher Aufsicht bleibt dennoch essenziell, um potenzielle gesundheitliche Risiken zu minimieren.
Datum der Bewilligung2025
OriginalspracheDeutsch (Österreich)
Gradverleihende Hochschule
  • Medizinische Universität Graz
Betreuer/-inEckhard Beubler (Betreuer*in) & Akos Heinemann (Mitbetreuer*in)

Dieses zitieren

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