Zusammenfassung in Deutsch Einleitung: Viele Studien, wissenschaftliche Analysen sowie Datenauswertungen belegen den Nutzen einer WHO-Schema getreuen Schmerztherapie in vielen Bereichen der Medizin, so auch in der perioperativen Schmerztherapie von Tonsillotomien. In dieser retrospektiven Studie wird die Adhärenz der hausinternen Schmerztherapie an dieses Schema und den davon abgeleiteten internationalen Leitlinien, an der HNO-Abteilung der Barmherzigen Schwestern in Ried geprüft. Methodik: Retrospektive Analyse von 173 Patient*innen, die im Zeitraum vom 01.01.2024 bis 31.12.2024 eine Tonsillotomie bzw. intrakapsuläre Tonsillektomie erhielten. Ergebnisse: Intraoperativ so wie im Aufwachraum erhielten lediglich 4 (2,3%) Kinder eine bimodale Basistherapie (NSAR und zusätzlich entweder Paracetamol oder Metamizol), während im normalen Stationsbetrieb diese Rate auf ca. 80% anstieg. Die unmittelbar perioperative Schmerztherapie wurde größtenteils mit Paracetamol und einem Opioid durchgeführt, NSAR wurden selten verabreicht. Intraoperatives Dexamethason wurde in ca. 80% der Fälle verabreicht. Über 90% der Kinder konnten am ersten postoperativem Tag nach Hause entlassen werden. Fazit: Die Adhärenz zum WHO-Schema und damit nationalen und internationalen Leitlinien ist mit 80% auf der Station größtenteils gegeben, während die Praxis unmittelbar perioperativ, also intraoperativ und im Aufwachraum, eine gänzlich andere darstellt. Als Verbesserungspotenziale lassen sich ein früherer Einsatz von NSAR, die Vermeidung zweier verschiedener Opioide sowie eine konsistentere Dexamethason-Prophylaxe hervorheben.
| Datum der Bewilligung | 2026 |
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| Originalsprache | Deutsch (Österreich) |
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| Gradverleihende Hochschule | - Medizinische Universität Graz
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| Betreuer/-in | Dietmar Thurnher (Betreuer*in) |
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Retrospektive Analyse der perioperativen Gabe von Analgetika bei Tonsillotomien im Kindesalter
Liechtenecker, P. (Autor/-in). 2026
Studienabschlussarbeit: Diplomarbeit