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Praxisrelevanz von Weisheitszahn-Klassifikationen

  • Andreas Neiss

Studienabschlussarbeit: Diplomarbeit

Abstract

Hintergrund: Die operative Entfernung von Weisheitszähnen (WZ) stellt einen Routineeingriff im Rahmen der zahnärztlich-chirurgischen Tätigkeit dar. Es bedarf einer exakten Planung, um den Schwierigkeitsgrad, die Operationsdauer sowie mögliche Komplikationen einschätzen zu können. Die Datenlage bezüglich des Zusammenhangs der vorhandenen Klassifikationen mit der klinischen Situation ist jedoch gering. Ziel dieser Studie ist es, eine verlässliche Risikostratifizierung bei Weisheitszahnentfernungen zu finden, um Schwierigkeitsgrad und Operationsdauer genauer voraussagen zu können. Methoden: Die vorliegende prospektive klinische Studie, der ein positiver Bescheid der Ethikkommission der Medizinischen Universität Graz vorausging, umfasst 58 Patientinnen und Patienten. Diese wurden im Zeitraum von März bis August 2015 an der Abteilung für Orale Chirurgie und Kieferorthopädie zur retinierten Weisheitszahnentfernung im Unter- und Oberkiefer vorstellig. Folgende Parameter wurden erhoben: Alter, Geschlecht, Body Mass Index (BMI) sowie der subjektiv eingeschätzte Schwierigkeitsgrad durch die Chirurgin bzw. den Chirurgen prä- und postoperativ anhand des Panoramaröntgens. Die Hauptzielgröße stellte die Operationsdauer dar, die zum Vergleich der Indizes diente. Zur Risikostratifizierung wurden folgende Klassifikationen herangezogen: Archer-Klassifikation (Oberkiefer, n=28), Juodzbalys, Gbotolorun und Pederson (Unterkiefer, n=64). Die chirurgischen Eingriffe wurden von berufserfahrenen Zahnärztinnen und Zahnärzten an der Abteilung für Orale Chirurgie und Kieferorthopädie der Universitätsklinik für Zahnmedizin und Mundgesundheit durchgeführt. Die statistische Untersuchung erfolgte mittels deskriptiver Statistik, Pearson Korrelationskoeffizient, T-Test für unabhängige Stichproben, Chi-Quadrat-Test und einfaktorieller Varianzanalyse. Resultate: Die Operationsdauer zeigte eine signifikante Korrelation mit dem subjektiv eingeschätzten Schwierigkeitsgrad durch die Chirurgin bzw. den Chirurgen (p
Datum der Bewilligung2017
OriginalspracheDeutsch (Österreich)
Gradverleihende Hochschule
  • Medizinische Universität Graz
Betreuer/-inBarbara Kirnbauer (Betreuer*in) & Norbert Jakse (Mitbetreuer*in)

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