Zur Hauptnavigation wechseln Zur Suche wechseln Zum Hauptinhalt wechseln

Nicht-invasive Marker als Surrogat für die invasive kardiopulmonale Belastungshämodynamik – eine retrospektive Studie

  • Henrik Abeln

Studienabschlussarbeit: Diplomarbeit

Abstract

Hintergrund und Ziele: Störungen der pulmonalen Belastungshämodynamik sind unabhängig von der Ruhehämodynamik von prognostischer Bedeutung. Goldstandard für die Evaluierung stellt der Rechtsherzkatheter (RHK) dar. Eine wesentliche Limitierung der Bestimmung der Belastungshämodynamik mittels Stress-TTE (Stressechokardiographie), liegt in der Messungenauigkeit des Herzminutenvolumens (Cardiac Output (CO)) unter Spitzenbelastung. Ziel dieser Arbeit ist die Evaluierung eines neuen kombinierten TTE- CPET (echokardiographisch-spiroergometrischen) Surrogates (mPAPe/VO2 Slope) für die pulmonale Belastungshämodynamik und seiner prognostischen Bedeutung. Methoden: Eingeschlossen wurden PatientInnen mit Verdacht auf pulmonale Hypertonie (PH), die von 2006–2023 mittels Belastungs-RHK mit CPET und Stress-TTE mit CPET untersucht wurden. Geprüft wurde der Zusammenhang zwischen den invasiv und nicht- invasiv ermittelten Parametern und Surrogaten für das CO. Optimale Cut-offs für die Vorhersage einer Belastung-PH (EPH) bzw. das Erreichen des kumulativen Endpunktes (Hospitalisierung oder Tod) wurden mittels Receiver-operating-characteristic (ROC) bestimmt. Überlebensanalysen erfolgten mit Kaplan-Meier-Kurven mittels log-rank Test. Ergebnisse: Es wurden 109 PatientInnen (54 ± 13 Jahre, Frauen: N = 85 (77 %), mediane Beobachtungszeit 145 (IQR: 31–167) Monate) eingeschlossen, wovon 72 PatientInnen vollständige TTE-CPET-Daten aufwiesen. Die Belastbarkeit war global erhalten (peakVO2: 84 ± 24 %Soll und 6MWT: 473 ± 72 m). Der mPAPr/CO Slope korrelierte signifikant mit dem nicht-invasiven mPAPe/VO2 Slope (ρ = 0,674; p < 0,001). Der beste Prädiktor einer EPH war bei einem mPAPe/VO2 Slope von 15,6 mmHg/L/min (AUC 0,87 95 % CI (0,75–0,96; Sensitivität: 0,81 und Spezifizität 0,87). Zudem hatten PatientInnen mit einem mPAPe/VO2 Slope ≥ 12,4 mmHg/L/min (0,79 (95 % CI: 0,68–0,89; Sensitivität: 0,88 und Spezifizität: 0,63) eine schlechtere Prognose (p < 0,001). Schlussfolgerung: In dieser Studie konnte erstmalig ein kombinierter TTE-CPET Parameter (mPAPe/VO2 Slope) als Surrogat für die invasive Belastungshämodynamik identifiziert werden, welcher zudem ein Prädiktor für das Outcome für dieses Risikokollektiv darstellt.
Datum der Bewilligung2025
OriginalspracheDeutsch (Österreich)
Gradverleihende Hochschule
  • Medizinische Universität Graz
Betreuer/-inPhilipp Douschan (Betreuer*in) & Teresa John (Mitbetreuer*in)

Dieses zitieren

'