Hintergrund Das kolorektale Karzinom zählt zu den häufigsten bösartigen Neoplasien. Besonders in westlichen Ländern verbreitet, werden weltweit jährlich an die zwei Millionen Neuerkrankungen diagnostiziert. In der Entstehung spielen vor allem genetische Prozesse wie die Adenom-Karzinom Sequenz oder das Lynch-Syndrom eine wegweisende Rolle. Mithilfe des The Cancer Genome Atlas soll einerseits untersucht werden, welche verschiedenen Gene mutieren, andererseits soll beleuchtet werden um welche Arten von Mutationen es sich konkret handelt. Zudem soll der The Cancer Genome Atlas auf Basis seiner möglichen Analysen dabei helfen neue Behandlungsstrategien und individuelle Therapiekonzepte in der modernen Medizin zu etablieren. Material und Methoden Der theoretische Teil der vorliegenden Arbeit besteht aus einer Literaturrecherche mittels Pubmed und anderen wissenschaftlichen Datenbanken. Da es sich um eine Literaturrecherche handelt werden keinerlei medizinische Patientendaten benötigt und es ist kein Ethikkomissionsvotum erforderlich. Der experimentelle Teil der Arbeit erfolgt mithilfe des The Cancer Genome Atlas. Es werden alle mutierten Gene mit einer Frequenz von über 10% untersucht. Ergebnisse Insgesamt konnten mithilfe des CBIO-Portals bzw. des PAN- Cancer Atlas 594 Proben analysiert werden. 312 Proben (52,5%) stammten von männlichen, 280 Proben (47,1%) von weiblichen Individuen. Die Diagnose wird am häufigsten zwischen dem 65. und 70. Lebensjahr gestellt (15,5% aller Fälle). Tumorspezifisch zeigt sich, dass es sich histologisch in 378 Fällen (63,6%) um ein Adenokarzinom des Colons und in 142 Fällen (23,9%) um ein Adenokarzinom des Rektums handelte. 61 PatientInnen (10,3%) waren am muzinösen Typ des Adenokarzinoms des Colons erkrankt, 13 Personen (2,2%) vom muzinösen Adenokarzinom des Rektums. Die am häufigsten von Mutationen betroffenen Gene waren APC (72,5%), TP53 (58,8%), TTN (48,1%), KRAS (40,8%). Schlussfolgerung Wie auch in anderen bekannten Studien, konnten auch in dieser Arbeit Mutationen im APC-Gen als die häufigsten Mutationen identifiziert werden, die zur Entstehung des kolorektalen Karzinoms führen. Durch ständige Aktualisierungen des The Cancer Genome Atlas wird es in Zukunft noch besser möglich sein das kolorektale Karzinom, insbesondere seine genetischen Hintergründe zu erforschen bzw. zu verstehen. Da die Inzidenz des kolorektalen Karzinoms in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird, wird der Atlas ein wichtiges Instrument darstellen, um eine sequenzspezifische und individualisierte medizinische Therapie zu ermöglichen.
| Datum der Bewilligung | 2021 |
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| Originalsprache | Deutsch (Österreich) |
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| Gradverleihende Hochschule | - Medizinische Universität Graz
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| Betreuer/-in | Martin Pichler (Betreuer*in) |
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Molekulare Karzinogenese des Kolorektalen Karzinoms und Beschreibung der genetischen Veränderungen auf Grundlage des The Cancer Genome Atlas (TCGA) Datensets
Schwarzl, D. (Autor/-in). 2021
Studienabschlussarbeit: Abschlussarbeit