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Korrelation von ASA-Klassifikation bzw. weiteren anästhesiologischen Scores und Verlauf nach Resektion nicht-kleinzelliger Bronchialkarzinome

  • Elena Weisser

Studienabschlussarbeit: Diplomarbeit

Abstract

Zielsetzung: Das nicht kleinzellige Bronchialkarzinom („non-small-cell lung cancer“ NSCLC) ist weltweit eines der häufigsten Karzinome beider Geschlechter mit einer äußerst schlechten Prognose. Ziel dieser Studie war es herauszufinden, ob bei Patient*innen nach Resektion eines NSCLC unter kurativem Ansatz zwischen der ASA-Klassifikation, dem Lee RCRI, dem Goldman CRI sowie weiteren anästhesiologischen Risiko-Parametern und dem post-Resektionsverlauf eine Korrelation hergestellt werden kann. Methoden: In dieser retrospektiven Studie wurden die Daten aller Patient*innen, die im Zeitraum zwischen 1/2004 und 12/2007 wegen eines Bronchialkarzinoms an der Klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie und Hyperbare Chirurgie des LKH-Universitätsklinikum Graz reseziert wurden, analysiert. Es existierte bereits eine Excel-Tabelle mit Angaben zu personenbezogenen und tumorbezogenen Parametern, sowie cardiopulmonalen Funktionsparametern und diversen Daten zu Operation und Verlauf. Diese wurde um die ASA, Goldman und Lee-Risikoscores ergänzt, die der PDU bzw. PNU entnommen wurde. Ergebnisse: Von den ursprünglichen 342 Studienteilnehmer*innen, erfüllten 99 (100%) die Einschlusskriterien. Die 5-Jahresüberlebensrate lag bei 50.5%, und die 5-Jahres rezidivfreie Überlebensrate bei 47.5%. Zwischen keinem der Risikoscores zeigte sich eine Korrelation: ASA und Lee (r=0.07), ASA und Goldman (r=0.012), Lee und Goldman (r=0.018). In der multivariaten Analyse aller potentiellen Einflussfaktoren konnte eine starke Korrelation zwischen der ASA Klassifikation und dem Gesamtüberleben (p=0.004), sowie dem nicht-Tumor-assoziierten Überleben (p=0.007) hergestellt werden. Der Lymphknotenstatus pN hingegen, hatte einen starken prädiktiven Wert bzgl. des rezidivfreien Überlebens (p=0.007) und Tumor-assoziierten Überlebens (p=0.005). Für Goldman und Lee konnte keine Korrelation mit einer der Überlebenszeiten hergestellt werden. Nach 5 Jahren wurden das Versterben am primären Bronchialkarzinom, sowie das Auftreten eines Rezidivs seltener, der Abwärtstrend blieb aber bestehen. Zusammenfassung: Die ASA-Klassifikation hat einen starken prädiktiven Wert auf das nicht-Tumor-assoziierte Überleben und das Gesamtüberleben. Auf das Tumor-assoziierte Überleben und das rezidivfreie Überleben wurde als starker Einflussfaktor der Lymphknotenstatus pN identifiziert. Somit ermöglicht der ASA-Risikoscore in Kombination mit pN eine gute Einschätzung des post-Resektionsverlaufes von Patienten mit einem NSCLC. Das Versterben am primären Bronchialkarzinom sowie das Auftreten eines Rezidivs wird im Langzeitverlauf unwahrscheinlicher, kann jedoch auch nach 10 Jahren nicht ausgeschlossen werden.
Datum der Bewilligung2021
OriginalspracheDeutsch (Österreich)
Gradverleihende Hochschule
  • Medizinische Universität Graz
Betreuer/-inFreyja-Maria Smolle-Juettner (Betreuer*in)

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