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Gender-Aspekte bei Raynaud Phänomen

  • Alexander Springer

Studienabschlussarbeit: Diplomarbeit

Abstract

Gibt es Gender Unterschiede bei Raynaud Syndrom? Einleitung Das Raynaud Syndrom beschreibt eine passagere Dysfunktion der akralen Durchblutung, gekennzeichnet durch ischämische, zyanotische und/ oder hyperämische Komponenten. Man unterscheidet das primäre Raynaud Syndrom, ohne ursächliche Erkrankung und das sekundäre Raynaud Syndrom, bei welchem eine Grunderkrankung bzw. eine manifeste, strukturelle Veränderung in der betroffenen Körperregion nachweisbar ist. Das sekundäre Raynaud Syndrom tritt häufig im Rahmen einer Kollagenose auf und kann dem Ausbruch der Grunderkrankung um Jahre voraus gehen. Bei beiden Formen des Raynaud Syndroms sind Frauen wesentlich häufiger als Männer betroffen. Als Ursache für die Bevorzugung des weiblichen Geschlechts wird in der Fachliteratur (u.a.) der Einfluss der weiblichen Geschlechtshormone angeführt. Ziel dieser Arbeit war es anhand einer retrospektiven Datenanalyse geschlechts-spezifische Aspekte in der Ausprägung der Erkrankung zu beurteilen. Methoden Retrospektive Datenanalyse eines 392 Personen fassenden Kollektivs von Patientinnen und Patienten mit Raynaud Syndrom (275 Frauen und 117 Männer), welche in der Vaskulitisambulanz der Klinischen Abteilung für Angiologie der Medizinischen Universität Graz vorstellig wurden. Es wurden aus den Patientenakten alle krankheitsrelevanten Parameter, wie das zeitliche Auftreten der Beschwerden, das kardiovaskuläre Risikoprofil, die bestehende Medikation sowie Symptome einer möglichen Organbeteiligung im Rahmen einer Kollagenose erhoben. Zusätzlich wurden auch diagnostische Parameter in die statistischen Berechnungen miteinbezogen. Abhängig von Geschlecht und Alter wurden mögliche Unterschiede erhoben. Ergebnisse Im untersuchten Kollektiv von Patientinnen und Patienten mit Raynaud Syndrom stellten Frauen die Mehrheit der Erkrankten dar (73.78% bei primärem Raynaud Syndrom und 68.86% bei sekundärem Raynaud Syndrom). Das Geschlecht hatte keinen signifikanten Einfluss auf die Dauer der Beschwerden oder das Manifestationsalter. Jedoch hatte bei Frauen das Alter einen signifikanten Einfluss auf die Art des Raynaud Syndroms (p 0,002). Bei 33.15% der Frauen unter 50 Jahre konnten die Beschwerden einem primären Raynaud Syndrom zugeordnet werden, in der Gruppe über 50 Jahre waren es 16.48%. Signifikante, geschlechtliche Unterschiede ließen sich bei den Blutdruckwerten erheben. Junge Frauen (
Datum der Bewilligung2014
OriginalspracheDeutsch (Österreich)
Gradverleihende Hochschule
  • Medizinische Universität Graz
Betreuer/-inFranz Hafner (Betreuer*in) & Marianne Brodmann (Mitbetreuer*in)

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