Einleitung: Der akute Verschluss der A. basilaris stellt einen mit hoher Mortalität und Morbidität assoziierten zerebrovaskulären Notfall dar. Das bisher nicht standardisierte therapeutische Vorgehen umfasst heterogene Behandlungsoptionen mit dem obersten Ziel einer raschen und wirkungsvollen Wiedereröffnung der Arterie. Die rezente Weiterentwicklung der mechanischen Thrombektomie führte zu einem zunehmenden Einsatz der endovaskulären Behandlung bei proximalen Gefäßverschlüssen der vorderen Strombahn. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass eine medikamentöse intravenöse Thrombolyse bei langstreckigen Verschlüssen mit Thrombuslängen über 8 mm, nahezu keinerlei Chance auf eine erfolgreiche Gefäßwiedereröffnung besitzt. Ziel dieser Arbeit ist es die endovaskulären Behandlungsmethoden der Basilaristhrombose, unter besonderer Berücksichtigung der Thrombuslast, hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Sicherheit gegenüberzustellen. Methoden: Insgesamt 57 PatientInnen mit angiographisch gesichertem Verschluss der A. basilaris wurden retrospektiv analysiert. Die Behandlung erfolgte in 86% der Fälle mit modernen Thrombektomiesystemen und davon in 77% mit Stent-Retrievern. Bei 44% aller PatientInnen wurde die endovaskuläre Behandlung mit einer primären intravenösen Thrombolyse kombiniert. Die Bewertung des vaskulären Behandlungsergebnisses erfolgte anhand des Thrombolysis in Cerebral Infarction Score (TICI), das klinische Behandlungsergebnis wurde mithilfe der modifizierten Rankin Skala (mRS) beurteilt. Die Messung der Thrombuslast erfolgte über eine Rekonstruktion dünnschichtiger CT-basierter Aufnahmen. Ergebnisse: 33 PatientInnen erhielten eine alleinige mechanische Thrombektomie (MT-Gruppe), 14 PatientInnen eine alleinige intraarterielle Thrombolyse (IAT-Gruppe) und 10 PatientInnen beide endovaskulären Therapieverfahren (EVT-Gruppe). Eine erfolgreiche Rekanalisation (TICI 3 oder 2b) wurde bei 70% aller PatientInnen erreicht – innerhalb der Therapiegruppen zeigte die mechanische Thrombektomie eine signifikante Überlegenheit mit einer Erfolgsrate von 85% im Vergleich zu 43% bei alleiniger intraarterieller Thrombolyse (p
| Datum der Bewilligung | 2019 |
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| Originalsprache | Deutsch (Österreich) |
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| Gradverleihende Hochschule | - Medizinische Universität Graz
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| Betreuer/-in | Martin Wehrschütz (Betreuer*in) |
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Gegenüberstellung der intraarteriellen Lyse und mechanischen Thrombektomie im Rahmen der Basilaristhrombose
Lemmermöhle, E. (Autor/-in). 2019
Studienabschlussarbeit: Diplomarbeit