Einleitung: Die Gelenkversteifung mittels Arthrodese ist die entscheidende Therapieoption für Hallux rigidus, wobei verschiedene Implantate eingesetzt werden können. Nitinol-Klammern, eine vergleichsweise neuartige Implantatgattung, sind bisher wenig erforscht. Das Ziel dieser Studie war die Erhebung des Outcomes der Arthrodese des Großzehengrundgelenks (GZGG) bei Hallux rigidus mithilfe von zwei Nitinol-Klammern. Methoden: Die retrospektive Follow-up-Studie umfasste 63 Patient*innen, die zwischen dem 01.01.2019 und 31.12.2022 an unserer Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie eine Arthrodese des GZGG mit zwei Nitinol-Klammern (BME EliteTM, DePuy Synthes) aufgrund eines Hallux rigidus erhielten. Alle Eingriffe erfolgten ambulant mit postoperativer Vollbelastung im Verbandschuh für 6 Wochen. Das Durchschnittsalter betrug 62,8 ± 10,8 Jahre, das Follow-up war im Median 26 [12-56] Monate und basierte auf Nachbehandlungsbefunden, Röntgenbildern und einer standardisierten Telefonbefragung. Zur Bewertung des chirurgischen Outcomes wurden die Fusions-, Komplikations- und Reoperationsrate sowie Patient-reported outcome measures (PROM) herangezogen. Ergebnisse: Die Fusionsrate betrug 93,7% (59/63). Die Komplikationsrate betrug 23,8% (15/63), die Reoperationsrate lag bei 20,6% (13/63). Komplikationen umfassten 4 Fälle von Pseudarthrose (3 reoperiert), 3 Dorsalextensionsfehlstellungen (3 reoperiert) und 8 Metallirritationen (7 reoperiert). Die PROMs zeigten, dass 84,1% der Patient*innen das chirurgische Ergebnis mit „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ bewerteten, mit einem durchschnittlichen FAAM-Score von 77,9 (max. 84) Punkten. Die durchschnittliche Operationsdauer betrug 37,2 ± 10,3 Minuten. Die Rate an Klammernbrüchen ergab 0,8% (1/126) und wurde in Verbindung mit einem Pseudarthrose-Fall detektiert. Diskussion: Nitinol-Klammern erzielten eine Fusionsrate, die mit anderen Implantaten für die GZGG-Arthrodese vergleichbar ist. Die kurze Operationszeit ist bemerkenswert, während eine Reoperation bei jedem fünften Fall (~20%) teilweise über den in der Literatur berichteten Raten liegt. Die Zufriedenheit mit dem Outcome ist insgesamt gut. Die sehr niedrige Bruchrate keine Fusion) und die Fälle mit Dorsalextensionsfehlstellung (unzureichende Fixierung -> Verschiebung der Arthrodese -> Fusion in Fehlstellung bei erhaltener Kompression).
| Datum der Bewilligung | 2024 |
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| Originalsprache | Deutsch (Österreich) |
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| Gradverleihende Hochschule | - Medizinische Universität Graz
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| Betreuer/-in | Viktor Labmayr (Betreuer*in) & Patrick Holweg (Mitbetreuer*in) |
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Evaluierung von Nitinol-Klammern für die Großzehengrundgelenksarthrodese
Fritz, K. B. (Autor/-in). 2024
Studienabschlussarbeit: Diplomarbeit