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Choosing Wisely in der Nachsorge des Endometriumkarzinoms

  • Carmen Isolde Siebenhofer

Studienabschlussarbeit: Abschlussarbeit

Abstract

Das Endometriumkarzinom ist der häufigste maligne Tumor des weiblichen Genitaltraktes. Die Erstdiagnose wird zumeist in einem frühen Tumorstadium gestellt, somit haben die meisten Patientinnen eine sehr gute Prognose, was ihr Überleben anbelangt. Umso mehr Gewicht bekommt nach Diagnose und Therapie der Erkrankung der Zeitraum der Nachsorge. Die vorliegende Arbeit überprüft, wie evidenzbasiert die geltenden Leitlinien für die Nachsorge des Endometriumkarzinoms sind und inwiefern sie den Ansprüchen der Choosing-Wisely-Initiative gerecht werden. Dies soll folgende Forschungsfrage beantworten: „Welche Form der gynäkoonkologischen Nachsorge des Endometriumkarzinoms ermöglicht es, Rezidive möglichst früh zu erkennen und die Lebenserwartung nach dem Karzinom zu erhöhen?“ Dafür werden im ersten Teil der Masterarbeit die geltenden Leitlinien angeführt und die ihnen zugrunde liegende Evidenz durch Literaturrecherche geprüft. Der empirische Teil bildet den klinischen Alltag der Nachsorge an Endometriumkarzinom erkrankter Patientinnen durch die Datenanalyse der Erstdiagnosen der Jahre 2017 und 2018 einer gynäkologischen Abteilung in Österreich ab. Sowohl die Ergebnisse der Literaturrecherche als auch der Datenanalyse zeigen, dass die leitliniengerechte Nachsorge der aktuellen Evidenzlage entspricht und eine intensivierte Nachsorge keinen Vorteil hinsichtlich Rezidiverkennung und Überleben der Patientinnen bringt. Sie profitieren weder von engmaschigeren Zeitabständen noch von einer über die Empfehlungen hinausgehenden apparativen Abklärung.
Datum der Bewilligung2021
OriginalspracheDeutsch (Österreich)
Gradverleihende Hochschule
  • Medizinische Universität Graz
Betreuer/-inKarl Tamussino (Betreuer*in)

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